#12 - Feuer im Rodder Maar

Shownotes

Ein Morgen am Maar Der 14. Oktober 2024. Ein Sonntagmorgen. Herbst in der Vulkaneifel, wie er sein soll: Morgennebel liegt tief über den alten Kraterseen, der Wald duftet nach feuchtem Laub und Kälte, und über dem Rodder Maar, einem uralten Vulkansee im Brohltal zwischen Mayen und Andernach, herrscht eine Stille, die Jahrtausende alt zu sein scheint. Menschen kommen hierher zum Spazierengehen, zum Nachdenken, zur Ruhe. An diesem Morgen finden sie etwas, das die Stille für immer zerstört. Zwei Körper. Verbrannt. So stark, dass sie kaum noch als menschliche Überreste erkennbar sind. Die Flammen haben ganze Arbeit geleistet – oder sollten es zumindest. Die sofort eingesetzte Mordkommission weiß in den ersten Stunden noch nicht, wen sie vor sich hat. Erst die Rechtsmedizin, DNA-Analysen und forensische Geduld werden die Identitäten offenbaren. Was an diesem Herbstmorgen in der Eifel beginnt, ist eine der drückendsten Kriminalgeschichten, die diese stille Vulkanlandschaft je erlebt hat. Eine Geschichte über zwei Männer, die sterben mussten, damit ein Paar nicht leer ausging. Über Gier, die sich als Strategie verkleidet. Über ein System, das eine Lücke ließ – und über zwei Menschen, die diese Lücke nutzten, um zu töten.

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00:00:00: Prolog, ein Morgen am Ma, der vierzehnte Oktober, zwei Tausendvierundzwanzig.

00:00:08: Ein Sonntagmorgen, Herbst in der Vulkan-Eifel wie er sein soll.

00:00:13: Morgenebel liegt tief über den alten Krater Seen, Der Wald duftet nach feuchtem Laub und Kälte Und über dem Rodder Ma einem uralten Vulkansee.

00:00:24: Im Brohltal zwischen Mayen und Andernach Herrscht eine Stille die Jahrtausende alt zu sein scheint.

00:00:30: Menschen kommen hierher zum Spazieren gehen, zum Nachdenken zur Ruhe.

00:00:35: An diesem Morgen finden sie etwas das die Stille für immer zerstört.

00:00:41: Zwei Körper verbrannt so stark dass sie kaum noch als menschliche Überreste erkennbar sind.

00:00:47: Die Flammen haben ganze Arbeit geleistet oder sollten es zumindest.

00:00:51: Die sofort eingesetzte Mordkommission weiß in den ersten Stunden noch nicht wen sie vor sich hat.

00:00:56: Erst die Rechtsmedizin, DNA-Analysen und forensische Geduld werden die Identitäten offenbaren.

00:01:04: Was an diesem Herbstmorgen in der Eifel beginnt ist eine der drückendsten Kriminalgeschichten, die diese stille Vulkanlandschaft je erlebt hat.

00:01:13: Eine Geschichte über zwei Männer, die sterben mussten damit ein Paar nicht leer ausging Über Gier, die sich als Strategie verkleidet Über ein System das eine Lücke ließ Und über zwei Menschen ,die diese Lücke nutzten um zu töten.

00:01:28: Willkommen bei Eifelmord.

00:01:30: Ich bin Tatjana und heute nehme ich euch mit in einen Fall, der unter die Haut geht.

00:01:37: Kapitel eins – was das Feuer nicht vernichten konnte!

00:01:43: Forensische Arbeit ist oft die stille Helden-In-Mord-Ermittlungen.

00:01:46: Während Öffentlichkeit und Medien auf Gerichtssäle und Geständnisse warten, arbeiten Rechtsmediziner, Spurensicherer und DNA-Analysten in ihren Laboren an der Frage, wie alles andere erst möglich macht?

00:01:59: Wer ist das

00:02:00: Opfer?!

00:02:03: Am Roddamar ist diese Frage besonders schwer zu beantworten.

00:02:07: Die Leichen sind so stark verbrannt, dass selbst erfahrene Ermittler keine visuellen Anhaltspunkte haben.

00:02:13: Es gibt keine Gesichter mehr Keine erkennbaren Körpermerkmale Keine Kleidung die Hinweise geben könnte.

00:02:20: Was bleibt?

00:02:21: Ist das was Feuer nicht vollständig zerstören kann?

00:02:24: Knochen, Zahnschmelz, molekulare Spuren?

00:02:29: Wochen vergehen Dann steht es fest Bei den Toten handelt es sich um zwei Männer einen einundsechzigjährigen und einen achtundzwanzigjährigen, zwei Generationen.

00:02:39: Kein gemeinsamer Bekanntenkreis, keine gemeinsamen Interessen, keine erkennbare Verbindung.

00:02:45: Was sie verbindet ist einzig und allein die Tatsache dass Sie beide das selbe Paar kannten.

00:02:52: Und dass dieses Paar beschlossen hatte – Sie müssen sterben!

00:02:58: Die Spurensicherung am Maar liefert weitere entscheidende Hinweise.

00:03:02: Die Körper wurden in Holzkisten transportiert, mit Brandbeschleunigern übergossen und systematisch angezündet.

00:03:09: Das ist keine Panikreaktion!

00:03:11: Das ist kein spontaner Versuch Beweise zu vernichten – das ist eine vorbereitete geplante Aktion.

00:03:17: Jemand hatte sich Gedanken gemacht, jemand hatte Material besorgt, jemand hat entschieden dass zwei Menschen Leben in Holzkisten passen.

00:03:27: Zwei Generationen Kein gemeinsamer bekannten Kreis Nur ein gemeinsames Schicksal Kapitel II.

00:03:36: Die Landschaft des Verbrechens Bad Breisig und die Eifel.

00:03:42: Um diesen Fall zu verstehen, muss man die Geografie kennen.

00:03:46: Bad Breizig ist eine kleine Stadt am Rhein im nördlichen Rhinelandpfalz knappe zwanzig Kilometer von Andernach entfernt.

00:03:53: Eine ruhige Stadt mit Kurcharakter, Reinpromenade, Weinfesten.

00:03:57: keine Stadt in der man Doppelmord erwartet.

00:04:02: Von Bad Breitsich zum Roddamar sind es keine dreißig Kilometre eine knappe halbe Stunde mit dem Auto durch sanfte Hügel an Weinreben vorbei in die stille Vulkanlandschaft hinein.

00:04:13: Die Eifel ist dünn besiedelt, ihre Wege sind oft einsam, ihre Seen in den alten Kratern liegen abseits großer Straßen – ein Ort, an dem man nachts mit einem Auto halten kann ohne dass jemand fragt was man tut.

00:04:27: Genau das nutzten die Täter!

00:04:29: Sie transportierten die Leichen nachts aus Bad Breisig heraus im Auto eines ihrer Opfer einer makabre Ironie, die in diesem Fall noch einige Male wiederkehren wird und fuhren zum Maar, dort brannten sie.

00:04:41: Und dort wurden sie Tage später

00:04:43: gefunden.".

00:04:46: Kapitel drei Das Paar aus Bad Breisig.

00:04:52: Die Ermittlungen führen schnell zu einem Paar eine einundfünfzigjährige Frau und ihr Lebensgefährte Anfang vierzig wohnhaft in Bad Breizig.

00:05:00: Auf den ersten Blick Ein unscheinbares Paar In einer unscheINbaren Stadt.

00:05:05: Auf den zweiten Blick Eine Geschichte voller Brüche Institutionen und psychischer Zerrütting.

00:05:13: Kennengelernt haben sich die beiden in einer psychiatrischen Einrichtung.

00:05:17: Das ist der Ausgangspunkt ihrer Beziehungen – nicht ein gemeinsames Hobby, nicht einen Zufallstreffen auf einer Party sondern eine forensische Klinik.

00:05:26: Dieser Kontext ist wichtig und er wird im Laufe des Prozesses eine zentrale Rolle spielen.

00:05:33: Der Mann befindet sich zum Zeitpunkt der Tat im Maßregelvollzug.

00:05:36: das ist eine besondere Form der Unterbringung in Deutschland.

00:05:40: Sie betrifft Menschen, die Straftaten begangen haben und bei denen gleichzeitig eine psychische Erkrankung oder Süchtigkeit festgestellt wurde.

00:06:10: die das System sich stellen muss.

00:06:12: Wer entscheidet über Ausgang?

00:06:14: Welche Risikoabwägung findet statt und wer trägt die Verantwortung, wenn diese Abwägungen falsch

00:06:19: liegt?".

00:06:22: Die Frau ist älter – gilt als die steuerende Kraft in der Beziehung!

00:06:26: Ihr Haus im Bad Breisig ist der Mittelpunkt des gemeinsamen Lebens Und wie sich herausstellen wird der Tatort Ein Mann im Maßregelvollzug ausgangenehmigt und in diesem Ausgang zwei Morde Kapitel IV Im Keller der Frau.

00:07:09: Beide Morde fanden laut Anklage im Keller des Hauses der Frau in Bad Breisig statt.

00:07:14: Das ist ein Detail, dass man sich einen Moment lang vergegenwärtigen sollte.

00:07:18: Ein Keller bedeutet keine Fenster zur Straße kaum Schallleitung nach oben Kontrolle über den Raum.

00:07:25: Wer in einen Keller geht tut das freiwillig und merkt erst unten wenn es zu spät ist Dass er nicht mehr so leicht herauskommt.

00:07:34: Die Opfer wurden unter einem Vorwand ins Haus gelockt.

00:07:37: Was genau gesagt wurde ist nicht vollständig öffentlich gemacht worden.

00:07:41: Bekannt ist beide Männer kamen beide stiegen hinunter Und beide wurden im Keller gefesselt, mit Klebeband.

00:07:48: Dann begann die Gewalt!

00:07:51: Die Tatwaffen waren ein Messer und ein Hammer.

00:07:54: Laut Medienberichten gestützt auf Aussagen aus dem Prozess wurden die Opfer erschlagen.

00:07:59: Die Rechtsmedizin bestätigt massive Gewalteinwirkungen.

00:08:02: Es gibt hier keinen eleganten Euphemismus.

00:08:05: Was in diesem Keller geschah war brutal körperlich langwierig.

00:08:10: es war kein Augenblick des Wahnsins – es war eine Handlung.

00:08:17: Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Mord liegen drei Tage, der Sechzehnte- und der Neunzehnte Oktober zwei Tausend vierundzwanzig.

00:08:25: In dieser Zeit leben die Täter in dem selben Haus über demselben Keller, in dem ein Toter liegt – sie schlafen, sie essen, sie planen und sie beschließen das noch jemand sterben

00:08:35: muss.".

00:08:38: Der zweite Mord war teilweise ein Verdeckungsmord.

00:08:41: Das zweite Opfer, achtundzwantzig Jahre alt kannte das Paar, kannte möglicherweise Details, die gefährlich werden konnten In der Logik der Täter ein Problem, ein Problem das man im Keller lösen konnte.

00:08:55: Drei Tage zwischen dem ersten und dem zweiten Mord – drei Tage in denen das Leben weiter ging als wäre nichts geschehen.

00:09:04: Kapitel fünf Das Motiv Gier Als Kalkül.

00:09:10: Jeder Mordfall hat einen Warum.

00:09:12: Manchmal ist das warum komplex, verstrickt über Jahre gewachsen.

00:09:16: Manchmal is es erschreckend einfach!

00:09:18: In diesem Fall Habgier.

00:09:22: Das Paar glaubte, dass einer der Männer, der ältere, einundsechzigjährige wohlhabend sei.

00:09:28: Es gab offenbar die Vorstellung er sei möglicherweise adlicher Herkunft, habe Vermögen, Zugang zu Geld oder Wertgegenständen.

00:09:36: Ob diese Annahme stimmte oder nicht ist für das Gericht irrelevant.

00:09:40: Relevant ist sie glaubten es und Sie handelten danach.

00:09:46: Konkret planten sie an Bargeld- und Wertgegendstände zu gelangen.

00:09:50: Nach den Taten versuchten sie, den Laptop eines Opfers zu verkaufen ein billiger Versuch aus einer Mortat Kapital zu schlagen.

00:09:58: Sie nahmen das E-Bike eines Opfs an sich und das Auto des Opfes nutzen sie um die Leiche zu transportieren.

00:10:04: Kein Akt des Respekts keine Spur von Reue nur der nüchterne Entschluss aus allem noch das Letzte herauszuholen.

00:10:14: Es ist diese Banalität der Motive die besonders schwer wiegt.

00:10:18: Keine politische Ideologie Keine psychotische Episode, kein jahrelanger Hass.

00:10:24: Ein Laptop!

00:10:25: Ein E-Bike die Fantasie von einem reichen Mann das genügt um zwei Leben zu beenden.

00:10:33: Das Gericht stellte drei Mordmerkmale fest Die selten alle zusammentreffen Habgier weil die Täter aus materiellen Motiven handelten.

00:10:42: Heimtücke weil die Opfer arglos ins Haus kamen und sich in keiner Weise auf einen Angriff einstellten.

00:10:48: Und Verdeckungsabsicht weil der zweite Mord zumindest auch dazu diente, einen Zeugen zum Schweigen zu bringen.

00:10:54: Alle drei Merkmale erfordern laut deutschem Strafrecht das Urteil – Mord lebenslang!

00:11:02: Ein Laptop ein E-Bike die Hoffnung auf Geld.

00:11:05: Das sind keine Romanmotive, dass ist die erschreckend leere Wirklichkeit zweier Tode.

00:11:13: Kapitel VI Die Ermittlung wie die Spur nach Bad Breisig führte.

00:11:24: Der Fundort gibt wenig Preis.

00:11:26: Das Feuer hat seine Arbeit getan, aber die Ermittler haben mehr als den Tatort.

00:11:31: Sie haben DNA, sie haben Reifenspuren, sie habe Zeugenaussagen aus der Umgebung und sie haben etwas das Täter immer wieder unterschätzen – digitale Spuren!

00:11:45: Das Auto mit dem die Leichen transportiert wurden gehörte einem der Opfer.

00:11:49: Es wurde später in der Nähe von Bad Preisig sichergestellt.

00:11:52: Das ist ein direkter Faden vom Fundort zur Stadt von der Stadt zu einer Adresse.

00:11:57: Hinzu kommen Versuche, Gegenstände der Opfer zu verkaufen.

00:12:01: Die Ermittler verfolgen diese Spur, sprechen mit Käufern, sichern Handydaten und werden Kontakte aus.

00:12:09: Etwa eine Woche nach dem Fund der Leichen werden die beiden Tatverdächtigen festgenommen – keine monatelange Fahndung, kein spektakulärer Zugriff in einem fernen Land.

00:12:19: Bad Breisig das Haus, Im Keller finden die Ermittler das, was sie benötigen.

00:12:27: Spuren des Verbrechens, Blut, Tatwaffen, Reste des Klebebands.

00:12:32: Das Feuer am Maar sollte die Beweise vernichten – der Keller hält die Geschichte fest.

00:12:55: Richter, Staatsanwälte, Verteidiger, Nebenkläger und zwei Menschen die gemeinsam getötet haben.

00:13:01: Und sich nun im Licht der Öffentlichkeit sehr unterschiedlich

00:13:05: verhalten.".

00:13:08: Der Mann legt ein Geständnis ab.

00:13:09: Er schildert die Taten.

00:13:11: Er nennt Details, die das Gericht und die Anwesenden erschüttern.

00:13:14: Und er nennt als Erklärung – nicht als Entschuldigung eine gibt es nicht!

00:13:18: Seine emotionale Abhängigkeit von der Frau.

00:13:21: Er habe getan, was sie wollte.

00:13:23: Sie sei die treibende Kraft gewesen – ob das stimmt?

00:13:25: Ob es eine Schutzbehauptung ist oder eine echte Beschreibung der Beziehungsdynamik?

00:13:30: Das prüft das Gericht

00:13:31: sorgfältig.".

00:13:34: Die Frau behält sich ihre Position vor.

00:13:37: Sie bestreitet die Beteiligung zumindest in Teilen.

00:13:40: kein vollständiges Geständnis, kein klares Einräumen doch die Beweislage lässt ihr wenig Raum.

00:13:47: DNA im Keller Aussagen des Mannes Digitale Spuren Zeugen.

00:13:55: Das Urteil fällt unmissverständlich aus.

00:13:58: Die Frau wird zu lebenslanger Haft verurteilt und das Gericht stellt zusätzlich die besondere Schwere der Schuld fest.

00:14:05: Das ist im deutschen Strafrecht eine gesonderte Feststellung, die bedeutet – die theoretisch mögliche Entlassung nach fünfzehn Jahren wird in diesem Fall nicht stattfinden!

00:14:15: Sie isst aus dem Leben entfernt, sie wird alt werden hinter Gittern.

00:14:22: Das Verfahren gegen den Mann läuft zum Zeitpunkt der letzten Berichte noch separat.

00:14:27: Seine psychiatrische Vorgeschichte, seine Unterbringung im Maßregelsvollzug – all das muss bei der Beurteilung seiner Schuldfähigkeit berücksichtigt werden!

00:14:36: Das deutsche Recht verlangt eine individuelle Prüfung.

00:14:39: Der Ausgang ist noch offen.

00:14:44: Kapitel VIII Die größere Frage des Systemes und seines Lücken.

00:14:50: Wenn ein Fall endet, enden nicht alle Fragen mit ihm.

00:14:53: Manchmal wirft ein Urteil mehr auf als es abschließt.

00:14:56: In diesem Fall ist eine Frage besonders drängend Wie konnte einen Mann der im Maßregelsvollzug untergebracht ist also unter staatlicher Aufsicht in einer forensischen Klinik wegen früherer Straftaten in seinem Ausgang zwei Menschen töten?

00:15:12: Der Maßregel vollzug ist kein Gefängnis er isst ein Behandlungsauftrag.

00:15:16: das Ziel ist Reintegration Therapie gesellschaftliche Rückkehr.

00:15:22: Ausgang gehört dazu schrittweise kontrolliert mit Risikoabwägung.

00:15:27: Diese Abwägungen ist im Fall des Mannes offenbar falsch ausgefallen, das heißt nicht dass das System grundsätzlich falsch ist aber es heißt, dass im Einzelfall versagt wurde.

00:15:52: Und was schulden wir den Opfern?

00:15:54: Nicht nur Gerechtigkeit nach der Tat, sondern Schutz davor.

00:15:59: Gerechtlichkeit nach der tat ist das Minimum.

00:16:01: Was wir Schulden, ist Schutz davor.

00:16:06: Epilog – was bleibt?

00:16:10: Das Roddamar liegt wieder still.

00:16:12: Der Nebel liegt wieder über dem Wasser wie er es immer tut und seit Jahrtausenden tut.

00:16:18: Die Eifel schweigt, wie sie immer schweiget!

00:16:21: Touristen kommen und gehen, Spaziergänger laufen am Ufer entlang Kinder werfen Steine ins Wasser.

00:16:27: Das Leben kehrt zurück wie es immer tut Aber unter dieser Normalität liegt etwas das sich nicht mehr tilgen lässt.

00:16:36: Zwei Männer die nichts miteinander zu tun hatten Die zufällig in den Orbit des selben Paares geraten waren sind tot Ein einundsechzigjähriger, der ein ganzes Leben hinter sich hatte.

00:16:46: Ein achtundzwanzigjähriger ,der seines noch vor sich hatte.

00:16:49: Beide gelockt gefesselt getötet verbrannt Ammar abgeladen wegen eines Laptops Wegen eines E-Bikes Wegen einer Fantasie von Reichtum.

00:17:00: Ein Urteil ist gesprochen lebenslang.

00:17:02: besondere Schwere der Schuld.

00:17:03: Das zweite Verfahren läuft.

00:17:05: Die Justiz hat ihren Teil getan Aber es gibt Dinge die kein Urteil rückabwickeln kann.

00:17:11: keine Strafe, die das Leben zurückgibt.

00:17:13: Keine Verhandlung, die den Schmerz der Hinterbliebenen

00:17:15: heilt.".

00:17:18: Was bleibt?

00:17:19: Die Fragen!

00:17:20: Über ein System, dass eine Lücke ließ.

00:17:22: Über eine Gier, die keine Grenze kannte.

00:17:25: Über zwei Menschen, die entschieden, dass anderes Leben weniger wert ist als ihr eigenes Verlangen.

00:17:30: und über das Feuer, das nicht alles vernichten kann.

00:17:35: Feuer vernichtet nicht alles.

00:17:37: Manchmal hinterlässt es genau das was man am meisten verbergen wollte – die Wahrheit.

00:17:45: Das war Eiffelmord.

00:17:46: Wenn euch diese Episode bewegt hat, teilt sie, sprecht darüber und lasst eine Bewertung da!

00:17:52: Wir hören uns.

00:17:55: alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Berichten- und Gerichtsinformationen zum Stand zwei tausend fünfundzwanzig.

00:18:02: dieser Text dient journalistisch dokumentarischen Zwecken.

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